Diabetes

Anleitung für Besitzer von Tieren mit einem Diabetes Mellitus

Bei der Erkrankung ihres Tieres handelt es sich um eine unzureichende Insulinproduktion des Körpers, die zur Folge hat, dass der Blutzuckerwert viel zu hohe Konzentrationen erreicht.

Die Lebenserwartung ihres Tieres hängt sehr stark davon ab, wie gut es ihnen im Zusammenwirken mit dem behandelnden Tierarzt gelingt, die optimale Einstellung der drei wichtigsten Faktoren - Fütterung, Insulingaben und körperliche Bewegung - zu finden und beizubehalten.

Das erfordert, dass sie ihr Tier ständig im Hinblick auf die weiter unten beschriebenen Auffälligkeiten beobachten und beim Erkennen solcher Auffälligkeiten sofort die richtigen Maßnahmen treffen.

1. Fütterung

Die Fütterung spielt bei der erfolgreichen Behandlung des Diabetes Mellitus eine ebenso wichtige Rolle wie die Gabe des Insulins. Sowohl die Futtermenge als auch die Futterzusammenstellung sollte von Mahlzeit zu Mahlzeit und von Tag zu Tag konstant sein, um eine stabile Insulinversorgung zu erreichen. Ansonsten müßte bei jeder Fütterungsänderung auch die Insulindosis verändert werden.

Folgendes Schema sollten sie einhalten:

08:00 Uhr Zweimal wöchentlich die Harnglukose prüfen. (Teststreifen hierfür gibt es in jeder Apotheke)

08:30 Uhr Insulin-Injektion

12:00 Uhr Fütterung .............Gramm.................. und ...........................................................................

16:00 Uhr Zweite Mahlzeit, Fütterung wie oben

2. Anzeichen einer korrekten Dosierung

Bei einer korrekten Insulindosis ist der Morgenurin leicht positiv für Glukose, der Urin tagsüber oder abends aber negativ. Das Tier hat keinen vermehrten Durst mehr und hält sein Gewicht.

3. Anzeichen einer Unterdosierung

Bei einer zu niedrigen Dosis des Insulins bleibt der Harn während des gesamten Tages mehr oder weniger stark positiv, das Tier zeigt meist außergewöhnlich starken Durst (siehe unten zu 5. ). In diesem Fall sollten sie ihren Tierarzt konsultieren.

4. Anzeichen einer Überdosis

Bei einer zu hohen Insulindosis kann der Blutzucker zu weit absinken, was sich eventuell lebensgefährlich auswirken kann. Anzeichen einer Unterzuckerung sind: Hunger, Lethargie, Ängstlichkeit, schwankender Gang, Muskelzittern, Zusammenbrechen und später Koma. Wenn sie derartige Anzeichen wahrnehmen, sollten sie dem Tier auf jeden Fall Futter anbieten oder Zuckerlösung einflößen und den behandelnden Tierarzt konsultieren. Auf keinen Fall darf bei derartigen Symptomen die normale Insulingabe in gleicher Höhe fortgesetzt werden.
Typischerweise ist bei einer Insulin-Überdosis die Harnglukose früh morgens, am Nachmittag und im Laufe der Nacht stark positiv, jedoch nach Insulingabe im Laufe des Tages extrem niedrig.

5. Kontrolle der Flüssigkeitsaufnahme zum Früherkennen von Unterdosierung

Sie können mit einem recht einfachen Verfahren feststellen, ob Anzeichen für eine Unterdosis vorliegen. Dazu benötigen sie lediglich ein Meßgefäß mit unterteilter Literskala. Wenn sie den Trinknapf immer nur aus dem Meßgefäß nachfüllen, können sie in einer Phase korrekter Einstellung sehr schnell die normale Flüssigkeitsaufnahme ihres Tieres pro Tag ermitteln.
Weicht die (weiter ständig kontrollierte) Flüssigkeitsaufnahme später einmal sehr stark nach oben ab, liegt der Verdacht einer Unterdosierung nahe und kann ggf. durch häufigere Prüfung des Urins mit Teststreifen erhärtet werden.

Auch bei einem anfangs perfekt eingestellten Tier kann sie der Insulinbedarf im Laufe der Zeit nach oben oder unten ändern. Eine disziplinierte Kontrolle der Behandlung durch den Besitzer/die Besitzerin ist daher unerläßlich. Sollten im Verlauf der Behandlung Fragen auftauchen, scheuen sie sich nicht vor Fragen an ihren Tierarzt

Diabetes bei Katzen

Diabetes mellitus: in Umgangssprache „Zuckerkrankheit“ genannt
Das Hormon Insulin sorgt dafür, dass der Zucker (Kohlehydrate) aus der Nahrung von den Körperzellen aufgenommen wird, Zucker ist der „Saft für die Batterien“.

Katze bildet zu wenig Insulin, Zucker bleibt im Blut liegen und wird nicht als Energie in die Körperorgane gebracht.

Also bekommt er Insulin gespritzt.

1.Möglichkeit:
die Insulinmenge ist genau so hoch, wie Katze braucht, er frisst und trinkt normal, ist munter und prügelt sich wieder

2.Möglichkeit:
Wir geben zuviel Insulin, aller Zucker wird somit verbraucht und plötzlich haben wir Zucker- sprich Energiemangel.
Symptome: Heißhunger, Schwanken, Lähmung, Bewusstlosigkeit, Seitenlage
Therapie: Zuckerlösung einflößen

3.Möglichkeit:
Wir geben zuwenig Insulin, also bleibt Zucker im Blut, kommt nicht als Energie in die Organe
Symptome: Katze trinkt viel, Zucker im Urinteststreifen, Kater müde

Morgens:
4 I.E. Insulin s.c.

Kontrolle

Wassermenge nachprüfen
Falls Katze frißt: wieviel?
Generell gilt: trinkt der Kater viel, ist der Zuckergehalt im Blut zu hoch, also keine Zuckerlösung eingeben

Tierarztpraxis

Eva Klein

Teutonenstr. 2

14129 Berlin-Nikolassee

Tel.: +49 30 803 76 08